Unterricht bei ihrer Mutter Barbara (geb. Traeg), einer berühmten Physharmonikaspielerin, bei Joachim Hoffmann, K. Cibbini und H. Payer. L. v. Beethoven, der im Hause verkehrte, empfahl für den weiteren Unterricht J. Czerny; mit finanzieller Unterstützung durch Fürst Liechtenstein weiteres Studium bei F. Kalkbrenner, I. Moscheles und S. Sechter (Musiktheorie); Generalbass-Unterricht bei H. E. v. Lannoy. Debütierte 1818 im Rahmen eines Konzertes von E. Jaëll (Wunderkind). 1825/26 Deutschland-Tournee; R. Schumann schätzte sie v. a. als Komponistin. 1828 trat B. in einem Konzert von N. Paganini in Wien auf, viele Konzertreisen (gemeinsam mit ihrem Vater in Böhmen, Deutschland, Frankreich, Holland und England), lebte seit ungefähr 1833 in Boulogne-sur-Mer, wo sie sich vorwiegend dem Unterricht widmete. B. gab in ihrem Haus Soiréen, die u. a. von G. Meyerbeer und Rich. Wagner besucht wurden.
Ehrungen
- Ehrenmitglied des Steiermärkischen Musikvereines 1830/31
Werke
Klaviermusik; Kammermusik; Oper Die Räuber und der Sänger; Lieder; geistliche Werke.
Literatur
- Marx/Haas 2001
- MGG 3 (2000)
- NGroveD 3 (2001)
- Erhart 1998
- ÖBL 1 (1957)
- Czeike 1 (1992)
- SchubertL 1997
- Wurzbach 1 (1856)
- E. Rössl, L. B. 1992
- C. M. Gruber, Nicht nur Mozarts Rivalinnen 1990
- R. Wagner in Frauenblatt 17.11.1990
- Schul- und Konzertbericht des Steiermärkischen Musikvereines in Graz für das Schuljahr 1913–1914, 1914
- Allg. mus. Ztg. 82/83 (März 1818), Sp. 82
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
13.11.2018Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Blahetka, Leopoldine (eig. Anna Maria Leopoldina Plahetka)“ (13.11.2018), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f8b4 (abgerufen am )
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