Erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Singknabe an der Bozener Pfarrsingschule von Wenzel Doscarz und sang als Sopransolist am Bozener Pfarrchor. 1859 wurde er hier in der Nachfolge von Vinzenz Anton Bittersmann (* ? [Ort?]/Böhmen, † 19.11.1859 Bozen) Chordirektor und arbeitete eng mit dem langjährigen Pfarrorganisten F. Schöpf zusammen. Z. bekleidete das Amt bis zu seinem Tod. Höhepunkt seiner Laufbahn war die Uraufführung von I. Mitterers Herz-Jesu-Messe (op. 70) am 1.6.1896. Neben seinen kirchenmusikalischen Verpflichtungen beteiligte er sich auch am weiteren musikalischen Leben Bozens, so war er Chormeister des Männergesangvereins und Kapellmeister der Feuerwehrkapelle sowie des Musikvereins. An der Mädchenschule wirkte er 22 Jahre als Gesanglehrer. Zu Z.s Schülern zählte P. H. v. An der Lan-Hochbrunn. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Heinrich, der von seinem Vater auch als Organist, Chordirigent und Orchestermusiker ausgebildet worden war, sich jedoch für einen Beamtenberuf entschieden hatte, interimistisch die Pfarrchorleitung.
Literatur
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols. Ergänzungsbd. 1997
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
1.7.2009Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Zipperle, Johann“ (1.7.2009), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00223d8c (abgerufen am )
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