Studierte 1923–28 an der Wiener MAkad. Komposition bei J. Marx. Ab 1929 Leiter der Wiener Madrigalvereinigung (nach H. Gál). Dirigent in Ingolstadt/D und 1931–33 in Düsseldorf/D (hier auch Lehrender am Konservatorium). Ab 1933 war er wieder in Wien, wo er gemeinsam mit E. Simon organisatorischer Leiter des Wiener Konzertorchesters war, das er fallweise auch dirigierte. 1933–38 Arbeiten für Radio Wien. 1935 Gastdirigent des Radio-Symphonieorchesters in Moskau. Ab 1936 Kompositionen für Wiener Kleinkunstbühnen (unter Pseud. für die Literatur am Naschmarkt). Nach dem „Anschluss“ (1938) wurde Z. verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau/D gebracht. Dort komponierte er das Dachau-Lied auf einen Text von J. Soyfer. Nach seiner Überstellung in das Konzentrationslager Buchenwald/D wurde er gegen Lösegeld 1939 entlassen und konnte nach Frankreich emigrieren (Exil). Ab 1939 war er Direktor der MAkad. von Manila und Musikdirektor des Manila Symphony Orchestra, wurde aber nach der japanischen Besatzung der Philippinen (Ende 1941) kurzfristig interniert. 1946 ging er in die USA, wo er eine bedeutende Rolle in der Musikpädagogik spielte. 1947–53 war er Mitglied der Musikfakultät der New School for Social Research in New York/USA. 1952 übersiedelte er nach Chicago/USA, wo er die Leitung einer MSch. übernahm. 1957–61 stand Z. der National Guild of Community School of the Arts als Präsident vor. Ab 1972 lebte er in Kalifornien. Er leitete musikpädagogische Projekte und Kompositionskurse und war als Gastdirigent auf den Philippinen, in Südkorea, Taiwan, Thailand, den USA und der Volksrepublik China tätig. Er war ab 1939 mit der Tänzerin und Tanzpädagogin Trudl Dubsky-Z. (* 1913 Wien, † 1976 Los Angeles, CA/USA) verheiratet, die u. a. Mitglied des Bodenwieser-Ensembles und danach als Tanzpädagogin in Manila und den USA tätig war.
Ehrungen
- Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst I. Klasse 1966
- Goldenes Ehrenzeichen f. Verdienste um das Land Wien 1994
Werke
2 Suiten f. Orch.; 2 Ballette; komische Oper La Parapluie, UA Paris 1939; Streichquartett Erlebnisse 1994; f. das Kabarett: Das Lied vom Krieg, Der Tag der Musikpflege (T: Hans Weigel), Zeitungsoper (T: Rudolph Spitz), Bühnenmusik zu Der ewige Danubius (T: R. Weys), Lieder nach Texten von Erich Kästner und Lothar Metzel; Dachau-Lied (T: J. Soyfer); Kompositionen f. Kinder u. Musikstudenten.
Literatur
- H. Embacher/H. Staubmann, Österr. Kulturschaffende im Exil. Das Beispiel H. Z. u. Trudl Z.-Dubsky, 1996
- P. F. Cummins, Dachau song. The twentieth century odyssey of H. Z.1992 (dt. Musik trotz allem 1993)
- DBEM 2003
- Orpheus im Exil 1995
- ÖMZ 43 (1988), 666–676 u. 703
- 49 (1994), 209ff u. 50 (1995), 508
- Personenlex. Öst. 2001
- Die Presse 23.4.1997
- MGÖ 3 (1995)
- Österr. Musiker im Exil 1990, 9
- www.doew.at (7/2006)
Hörbeispiele
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
15.7.2006Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Zipper, Herbert (Pseud. Walter Drix)“ (15.7.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e7b4 (abgerufen am )
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