Über seine Ausbildung fehlt jede Nachricht, er wirkte als Violinlehrer am Jesuiten-Seminar der Hl. Ignatius und Pankratius „am Stuben-Thor“ (Wien I) und war Dommusiker an St. Stephan unter G. Reutter d. J. und Ferd. Schmidt; zeitweise spielte er auch in der Hofburgkapelle. Zu seinen Schülern zählte C. Ditters v. Dittersdorf, den er T. Gsur als Geiger an das Schottenstift empfahl. Nach M. Stadler soll er zahlreiche Symphonien für den Bischof von Wiener Neustadt komponiert haben. Die Brüder Haydn und J. G. Albrechtsberger kannten Z. und seine Kompositionen, die nach seinem Tod großteils in den Besitz von Jos. Stadler (I) kamen.
Werke
Symphonien, 1 Violinkonzert, Divertimenti, Kammermusik, 6 Messen, 1 Te Deum, Litaneien, kleinere Kirchenmusik.
Literatur
- MGG 14 (1968)
- NGroveD 27 (2001)
- K. Wagner (Hg.), Abbé M. St. Seine Materialien zur Gesch. der Musik unter den österr. Regenten 1974
- Wurzbach 60 (1891)
- EitnerQ 10 (1904)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Ziegler (Zügler), Joseph Paul“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e7a4 (abgerufen am )
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