Besuchte 1949–54 die Lehrerbildungsanstalt in Wien und studierte ab 1959 an der Wiener MHsch. Chorleitung (bei Re. Schmid) und Komposition (bei O. Siegl); 1962 Abschluss mit Auszeichnung. Später absolvierte W. auch ein Zusatzstudium aus Musikwissenschaft an der Univ. Wien und an der MHsch. Wien (Mag. art. 1985). Als Lehrer wirkte er zunächst an Volks- und (ab 1959) an Berufsschulen sowie ab 1980 an der Pädagogischen Akad. des Bundes (Lehrer für Didaktik der Musikerziehung und Klavier). 1955–74 war W. Organist an der Karlskirche (Wien IV), 1957–69 Regens chori an der Servitenkirche (Wien IX) und 1969–93 Chorregent an St. Augustin (Wien I). 1993 gründete er mit dem Chor von St. Augustin die Chorvereinigung St. Augustin und leitete diese bis 2003 (Hochamtsgestaltung zunächst in der Minoritenkirche und an der Jesuitenkirche [beide Wien I], ab 1995 nur mehr an der Jesuitenkirche). Sein Nachfolger wurde H. Ortmayr. Zahlreiche Konzerte und Messgestaltungen (u. a. eine Papstmesse in Rom 1987) im In- und Ausland und CD-Aufnahmen.
Ehrungen
- Oberstudienrat
- Ritterkreuz des päpstlichen Silvesterordens
- Stephanusorden der Erzdiözese Wien
- Goldenes Verdienstzeichen der Stadt Wien
- 2. Preis mit dem Chor von St. Augustin beim 8. Internationalen Chorwettbewerb in Spittal an der Drau 1971
Werke
1 Messe, 1 dt. Ordinarium, Motetten, dt. Proprien, Liedsätze.
Schriften
- Der Pfarrer und sein Kirchenmusiker (Wünsche und Anregungen eines Kirchenmusikers) in SK 15 (1967)
- „Hof-Organist Bruckner spielt die Orgel“. Die letzten 100 Jahre Kirchenmusikpflege in St. Augustin in [Fs.] Die neue Orgel zu St. Augustin in Wien 1976
Literatur
- SK 28/1 (1980/81), 20
- 36/4 (1989), 199
- 51/1 (2004), 44
- 52/4 (2005), 250
- 56/1 (2009), 46
- [Fs.] Die neue Orgel zu St. Augustin in Wien 1976
- http://www.chorvereinigung-augustin.at (4/2008)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
21.5.2008Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Wolf, Friedrich“ (21.5.2008), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x001a2430 (abgerufen am )
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