Seinen ersten Kompositionsunterricht erhielt S. in der Schule des Musikvereins für Steiermark bei R. v. Mojsisovics (1920 künstlerische Reifeprüfungen in Komposition, Violine und Dirigieren). Danach Lehrer an der Leobener MSch., 1922–24 Korrepetitor und Kapellmeister an der Grazer Oper, 1923/24 Geiger im Wiener Symphonieorchester. 1924–26 Schriftleiter des neu gegründeten Musikboten beim Verlag Doblinger. 1926–31 Musikdirektor in Paderborn/D, zur selben Zeit Chorleiter in Bielefeld/D sowie Essen/D und Theorielehrer am Hagener Konservatorium. 1931–33 Musikdirektor des Herforder Musikvereins. 1933–48 Lehrer (ab 1935 Prof.) für Theorie und Komposition an der Kölner MHsch. 1945 vorübergehend Städtischer Musikdirektor in Solingen/D (Wiederaufbau des Städtischen Orchesters). 1948 wurde S. als Theorielehrer an die Wiener MAkad. berufen, bereits im folgenden Jahr übernahm er die Leitung einer Kompositionsklasse (1949 ao. Prof., 1958 o. Prof., 1967 Emeritierung). 1949–51 war S. überdies Landesmusikdirektor der Steiermark, 1956–61 Präsident des Steirischen Tonkünstlerbundes.
Gedenkstätten
- Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof (s. Abb.)
Ehrungen
- Prof.-Titel in Köln 1935
- Großer österr. Staatspreis 1957
- Mitglied des österr. Kunstsenates 1960
- Österr. Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst I. Klasse 1960
- Preis der Stadt Wien (Kategorie Musik) 1967
- Joseph-Marx-Musikpreis des Landes Steiermark 1970
- Ehrenmitglied der MHsch. Graz 1977
Werke
v. a. Klavier- u. Kammermusik, Lieder, Chormusik (s. Abb.).
Literatur
- W. Suppan, O. S. 1966
- W. Trienes, O. S.: WV u. biographische Skizze 1956
- MGG 12 (1965)
- StMl 1962–66
- NGroveD 17 (1980)
- Archiv MUniv. Wien
Abbildungen
Autorin
- Lynne Heller
Letzte inhaltliche Änderung
14.8.2023Empfohlene Zitierweise
Lynne Heller, Art. „Siegl, Otto“ (14.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e278 (abgerufen am )
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