Studierte Jus an der Univ. Graz. Ab 1819 war er zunächst als Praktikant, ab 1853 als Kustos und schließlich als Bibliothekar an der k. k. Hofbibliothek in Wien tätig. An der 1847 gegründeten Akademie der Wissenschaften war er Sekretär der philosophisch-historischen Klasse. In seinem bekanntesten Werk über das französische Mittelalter behandelte W. auch die Formen der musikalischen Lyrik.
Ehrungen
- w. M. der kaiserlichen Akad. der Wissenschaften 1847
- Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens
Schriften
- Ueber die Lais, Sequenzen u. Leiche. Ein Beitrag zur Gesch. der rhythmischen Formen u. Singweisen der Volkslieder u. der volksmäßigen Kirchen- u. Kunstlieder im Mittelalter 1841 (ND 1965)
- zahlreiche Publikationen über romanische Literaturen
Literatur
- Wurzbach 57 (1889)
- A. Mussafia in Wr. Ztg. 1.3.1866
- Riemann 1929
- F-A 1936
- MGÖ 2 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Wolf, Ferdinand Joseph“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e73a (abgerufen am )
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