Winkelmayer, Mathias (Matthias)

* 10.7.1873 Zistersdorf/NÖ, † 8.4.1947 Mödling/NÖ

Lehrer, Komponist, Instrumentenbauer

Der Sohn eines Kleinhäuslers und späteren Sparkassenbeamten lernte früh autodidaktisch mehrere Musikinstrumente, der angestrebte Musikerberuf blieb ihm aber versagt. W. besuchte daher die Lehrerbildungsanstalt in St. Pölten und war 1892–96 als Lehrer und Regens chori in Sulz im Wienerwald/NÖ beschäftigt. 1896–1926 Lehrer an der Hyrtl’schen Waisenanstalt (u. a. von Josef Weinheber) und Chorleiter (1897–1900 beim MGV Mödling) in Mödling, Kontakt mit R. Knarr und Mitwirkung bei dessen musikalischen Aktiviäten. 1904–06 war W. Hörer von H. Grädener, G. Adler und M. Dietz an der Univ. Wien; nachweisbar sind auch weitere Musikstudien bei A. Schönberg (1918/19) und A. v. Webern. Danach Schüler von J. M. Hauer, der ihm 1943 eines seiner Zwölftönespiele für Orchester widmete. W. betrieb eine erfolgreiche „Klangverbesserungsanstalt für Saiteninstrumente“ in Mödling (als Geigenmacher war er Autodidakt), eine seiner Violinen besaß auch A. Schönberg, dessen Sohn Georg von W. Hornunterricht erhielt.

Werke

Oper; atonale Messe (UA 25.3.1920 Mödling); Chöre; Lieder; Kammermusik.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

2.10.2023

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Winkelmayer, Mathias (Matthias)“ (2.10.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0006a774 (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.