Sohn des Schullehrers Engelbert W. und der Rosina Lugmayr. W. besuchte das Gymnasium in Ried im Innkreis und studierte danach an der Univ. Graz Germanistik und Klassische Philologie. Seit 1911 wirkte er am Akademischen Gymnasium in Graz als Lehrer für Deutsch und Latein. Diesen Posten bekleidete er bis zu seiner Pensionierung. W. beschäftigte sich vor allem mit der musikalischen Volkskultur Oberösterreichs und der Steiermark. Ein besonderes Anliegen waren ihm Leben und Werk M. Lindemayrs sowie die Erforschung oberösterreichischer Weihnachtslieder. Diesbezüglich arbeitete er mit dem in Linz tätigen Adalbert Depiny zusammen und verfasste für dessen Heimatgaue mehrere Beiträge. W. stand auch der völkischen Bewegung nahe und publizierte u. a. im NS-Gauverlag in Graz. Ab 1946 betätigte er sich auch für den Alpenländischen Kulturverband Südmark, der noch in den 1960er Jahren die steirische Kulturpolitik erheblich beeinflusste.
Schriften
- Die Beziehungen zw. Innviertlern und Landlernin Zs. f. Österr. Volkskunde 16 (1910)
- Die Orgel zu Taiskirchen in Rieder Heimatkunde 4 (1911)
- Über das Schnaderhüpfl in Rieder Heimatkunde 4 (1911)
- Volkskundliches in P. Maurus Lindemayrs Mundartdichtungen in Heimatgaue 1 (1919/20)
- Lindemayrische Gedichte im Volksmund in Heimatgaue 4 (1923)
- Weihnachtslieder aus Oberösterr. in Heimatgaue 4 (1923)
Literatur
- A. Blöchl, Melodiarium zu Wilhelm Paillers Weihnachts- und Krippenliedersammlung 2000, 91f
- M. Kundigrabner in JbÖVw 6 (1957)
- StMl ²2008
Links
Autor
- Klaus Petermayr
Letzte inhaltliche Änderung
17.12.2020Empfohlene Zitierweise
Klaus Petermayr, Art. „Webinger, Alfred Anton“ (17.12.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003c19bb (abgerufen am )
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