Sohn eines Lehrers und Kantors, der ihm ersten Klavier- und Orgelunterricht zuteil werden ließ. 1832–36 besuchte er das Gymnasium in Freiberg/D, musikalischen Unterricht erhielt er hier von August Ferdinand Anacker. 1836–39 war V. Schüler Carl Ferdinand Beckers in Leipzig/D, wo er mit R. Schumann zusammentraf und von Felix Mendelssohn Bartholdy beeinflusst wurde. 1841 kam er über Prag und Szemeréd/H nach Budapest, das er abgesehen von einem Wien-Aufenthalt 1854–58 nicht mehr verließ. Bis 1854 wirkte er als Musikschriftsteller, Privatlehrer sowie Organist und Musikdirektor der israelitischen Gemeinde in Budapest, 1875 erhielt er eine Professur an der Budapester Landesmusikschule. Zu seinen Schülern zählten S. Eibenschütz, R. Nováček, B. Schönberger und E. Stocker. Mit J. Brahms war V. eng befreundet. Sein Großneffe war der Kunsthistoriker und Musikwissenschaftler Hans V. (* 29.4.1875 Bischofswerda/D, † 26.12.1946 Dresden), der u. a. ab 1925 Musikgeschichte an der Orchesterschule der Staatskapelle Dresden lehrte.
Gedenkstätten
- Robert-Volkmann-Straße (Leipzig)
- Robert-Volkmann-Allee (Lommatzsch)
Ehrungen
- Ehrenmitglied der GdM 1876
Werke
2 Symphonien, 3 Serenaden, 4 Ouvertüren, Violoncellokonzert, Konzertstück f. Kl. u. Orch., 6 Streichquartette (s. Abb.), 2 Klaviertrios, Klaviermusik, 2 Messen f. Männerchor, Motetten, Lieder.
Literatur
- MGG 13 (1966)
- NGroveD 26 (2001)
- Riemann 1961 u. 1975
- Wurzbach 51 (1885)
- F-A 1936
- R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der K. k. GdM 1912, 284
- MGÖ 3 (1995)
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
14.11.2024Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Volkmann, Friedrich Robert“ (14.11.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e5cb (abgerufen am )
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