Volkmann, Ernst

* 3.3.1902 Schönbach/Böhmen (Luby/CZ), † 9.8.1941 Brandenburg an der Havel/D

Gitarrenbauer, Mesner, Widerstandskämpfer

Entstammte einer Geigenbauerfamilie in Schönbach (Vater: Anton V., Mutter: Bertha, geb. Sandner) und absolvierte hier eine Instrumentenbauerlehre. Danach war er u. a. in Augsburg/D tätig. 1924 erstmals in Bregenz, verlegte er 1927 seinen Lebensmittelpunkt dorthin und erhielt im selben Jahr die Gewerbeberechtigung. Er wohnte mit seiner Familie (1930 heiratete er Marie [Maria] Handle [† 1998] und hatte mit ihr drei Kinder) neben der Stadtpfarrkirche St. Gallus, in der er auch als Mesner tätig war. Darüber hinaus betätigte er sich weiterhin als Gitarrenbauer und erteilte auch Gitarrenunterricht. Als überzeugter katholischer Pazifist verweigerte er mehrfach die Wehrerfassung und wurde angezeigt. Als er 1941 zur deutschen Wehrmacht eingezogen wurde, leistete er aus religiösen Gründen nicht den verpflichtenden Fahneneid auf Adolf Hitler, woraufhin ihn das Reichskriegsgericht in Berlin zum Tode verurteilte. Er wurde im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.

Gedenkstätten

  • Aufnahme in das dt. Martyrologium des 20. Jh. 1999
  • Gedenktafel an der Außenmauer der Stadtpfarrkirche St. Gallus 2007, ersetzt durch eine Gedenkstele 2010
  • Ernst-Volkmann-Stiege von der Stadtpfarrkirche St. Gallus zum Kloster Thalbach in Bregenz (s. Abb.)

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

22.4.2022

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Volkmann, Ernst“ (22.4.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003d5e11 (abgerufen am )

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