Studierte Komposition bei Giovanni Ambrogio Bissone in Vercelli, 1716 trat er in den Minoritenorden ein, 1720 erhielt er die Priesterweihe. V. studierte Philosophie und Theologie in Cuneo/I, Mailand und Padua, wo er Musiktheorieschüler von Francesco Antonio Calegari war. Ende 1722 avancierte er zum 3. Organisten an der Basilika San Antonio, 1727 wurde er Assistent von Kapellmeister Giuseppe Rinaldi, 1730–80 bekleidete V. selbst das Kapellmeisteramt an San Antonio. V. gilt als einer der bedeutendsten italienischen Musiktheoretiker, seine Lehre fußte auf intensivem Studium der italienischen Renaissance-Komponisten. Im März 1771 besuchte ihn W. A. Mozart, zu seinen Schülern zählte G. J. Vogler. Vom 22.11.1733 datiert ein (vermutlich unbeantworteter) Brief an J. J. Fux, in dem er sich als Gegner der Fux’schen Gradus ad parnassum positionierte. Mit G. B. Martini stand er in brieflichem Kontakt (74 Briefe erhalten).
Werke
über 350 geistliche Kompositionen (Mess- u. Requiemsätze, Hymnen, Psalmen, Responsorien); Instrumentalfugen.
Schriften
- Della scienza teorica e pratica della moderna musica1 (Padua 1779), 2–4 (Mss.) hg. v. G. Zanon/B. Rizzi (Trattato della moderna musica 1950)
- weitere musiktheoretische Schriften (alle hs. in I-Pca bzw. I-Vnm)
Literatur
- NGroveD 26 (2001)
- MGG 13 (1966)
- O. Wessely, Johann Joseph Fux u. F. A. V. 1967
- MGÖ 2 (1995)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Vallotti, P. Antonio OFMConv“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e56a (abgerufen am )
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