Wurde zunächst von seinem Vater, dem Violinisten und Cellisten Antonio Maria M. unterrichtet, später von G. Perti (Komposition) u. a. 1721 entschloss er sich, Franziskaner zu werden (Priesterweihe 1729). 1725 wurde er maestro di cappella in seiner Geburtsstadt (San Francesco), ein Amt, das er fast bis zu seinem Lebensende behielt. M. zählt zu den Pionieren der Musikgeschichtsschreibung und gilt als bedeutendster italienischer Musiktheoretiker und -lehrer (1769/70 auch von W. A. Mozart) des 18. Jh.s. Ein Teil seiner umfangreichen Bibliothek kam an die Wiener Hofbibliothek (Archive und Bibliotheken).
Ehrungen
- Mitglied der Accademia dell’Istituto delle Scienze di Bologna 1758, der Accademia Filarmonica 1758 u. der Arcadia in Rom 1776
Werke
Messen, Oratorien, Responsorien etc.; Bühnenwerke; Instrumentalmusik (Symphonien, Konzerte, Sonaten); Kanons.
Schriften
- Storia della musica, 3 Bde. 1757–81
- Esemplare, o sia Saggio fondamentale pratico di contrappunto sopra il canto fermo, 2 Bde. 1774–76
Literatur
- NGroveD 15 (2001) [mit WV]
- MGG 8 (1960)
- Riemann 1961 u. 1975
- H. Federhofer in MozartJb 1971/72 (1973)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Martini, P. Giovanni Battista OFM“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d8d0 (abgerufen am )
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