Ujváry, Karl

* 27.7.1877 Budapest? [Lang: Wien], † 14.5.1958 Wien

Komponist, Sänger, Ballettmeister

Nach Choreographie- und Gesangstudium in Budapest wurde er 1899 an der dortigen Oper Ballettmeister. Er sang auch Opern- und Operettenpartien. Eine von ihm in Budapest geplante Kunstarena brannte 1910 vor der Premiere ab. Er ging daraufhin nach Wien, wo er in zahlreichen Varietés (u. a. Gartenbau, Wien I, Reklame, Wien II, Ronacher) als Tanzkomiker mit zum Teil selbst getexteten Schlagern auftrat. U. gab auch Gastspiele in Agram, Graz, Linz sowie in Deutschland. Von Oktober 1920 bis Ende April 1921 leitete er das Varieté Olympia mit angeschlossener Bar in der Rotgasse 3 (Wien I). Hier trat er selbst auf und brachte auch eigene Operetteneinakter zur Aufführung. Danach setzte er seine Tätigkeit in Wiener Unterhaltungsetablissements fort, darunter auch das Kabarett Simpl und das Varieté Apollo. Sein Sohn Bela (?–?) war Pianist in Argentinien.

Werke

Schlager (Abschied vom Zigeuner; Komm her, schwarzes Ungarmädel; Paprika; Die Schwiegermütter [T: jeweils U.]; Auf der Praterstraße hab' ich meine Wohnung [T: Oskar Kanitz]; Weiße Chrysanthemen [T: A. Rebner]); Operetteneinakter (Heimgekehrt [T: Fritz Lunzer]); Possen.

Schriften

Literatur

  • Lang 1986
  • Agramer Ztg. 9.1.1911, 6
  • Grazer Tagbl. 18.1.1911, 3
  • Neues Wr. Tagbl. 5.11.1911, 17, 5.3.1914, 17, 9.1.1923, 8
  • [Linzer] Tages-Post 4.5.1913, 6
  • Neues 8 Uhr-Bl. 30.4.1921, 2
  • Wr. Ztg. 20.7.1928, 5
  • NFP 24.9.1920, 12
  • eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at)

Abbildungen

Autor:innen

  • Alexander Rausch
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

4.8.2020

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Alexander Rausch, Art. „Ujváry, Karl“ (4.8.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e536 (abgerufen am )

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