Träg, Anton

* 11.6.1819 Schwechat/NÖ, † 7.7.1860 Wien

Violoncellist und Komponist

Sohn des Modelstechers Franz T. und dessen Frau Magdalena Gstettner, Schüler J. Merks am Konservatorium der GdM (1834–41). 1841–45 war T. Lehrer am Prager National-Musik-Institut von K. J. Kinderfreund, 1845–52 unterrichtete er am Prager Konservatorium (1850–52 neben Julius Goltermann, der sein Nachfolger wurde). In Prag Auftritte als Solist und in Kammermusikformationen (u. a. mit J. Král, F. Smetana, Friedrich v. Königslöw, František Neméc), 1851–60 Mitglied des Wiener Hofopernorchesters und Auftritte als Cellist in musikalischen Soiréen (bei E. Seuffert und J. B. Streicher). In den letzten Lebensjahren zog sich T. in sein eigenes Haus am Alsergrund (Wien IX) zurück. Sein Spiel wurde als technisch vollendet, elegant und „seelenvoll“ bezeichnet; er förderte u. a. das Werk von Bernhard Romberg, dem Cousin von A. Romberg. Zu seinen Schülern zählten u. a. Ludwig Denis, L. Ebert, H. Röver und Johann Seifert. Eine Verwandtschaft mit der Familie Traeg konnte nicht nachgewiesen werden.

Ehrungen

  • mehrere Ehrendiplome

Werke

Concertino f. Vc. u. Orch. (gewidmet J. F. Kittl), kleinere Werke f. Vc.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Träg, Anton“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e4dd (abgerufen am )

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