Jusstudium in Prag, seit 1819 auch musikalische Studien. Einige Zeit im Staatsdienst tätig, widmete er sich ab 1840 nur der Musik. 1843–64 Direktor des Konservatoriums in Prag, wurde jedoch seines Postens enthoben, da das künstlerische Niveau unter seiner Leitung gesunken war. Lebte ab 1865 in Polnisch Lissa. K. förderte die neudeutsch-romantische Richtung, war mit F. Liszt, Hector Berlioz und Rich. Wagner befreundet.
Ehrungen
- zahlreiche Ehrungen, u. a. österreichische große goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft 1855
Werke
4 Opern (Daphnis Grab 1825, Die Bilderstürmer 1848, Bianca und Giuseppe oder Die Franzosen vor Nizza 1848 [T: Rich. Wagner], Die Waldblume 1852); Orchesterwerke; Kammermusik; Kantaten, Lieder, Chorwerke; Praktische Orgelschule für Präparanden 1861.
Literatur
- ÖBL 3 (1965)
- MGG 7 (1958)
- LdM 2000
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
11.8.2003Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Kittl, Johann Friedrich (Jan Bedřich)“ (11.8.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00036c77 (abgerufen am )
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