Stankovski, Familie

Schauspieler, Sänger und Komponisten

Ernst (eig. Ernst Friedel Rudolf Stankovsky): * 16.6.1928 Wien. Schauspieler, Entertainer, Kabarettist, Schriftsteller. Friseurlehre, 1945 Gesang-, Tanz- und am Reinhardt-Seminar Schauspielausbildung. 1946–50 Engagement am Theater in der Josefstadt. Danach am Schauspielhaus Zürich/CH, am Residenztheater und bei den Kammerspielen München, am Düsseldorfer Schauspielhaus, an der Freien Voksbühne, am Renaissancetheater und am Theater des Westens in Berlin, bei den Städtischen Bühnen und am Fritz Rémond-Theater in Frankfurt am Main/D, am Thalia-Theater in Hamburg/D sowie am Wiener Volkstheater, Burgtheater und an Kleinbühnen (Kabarett; u. a. bei G. Bronner). Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler Auftritte als Stepptänzer, Sänger in Musicals (Der Mannn von La Mancha, Chicago), als Liedermacher und TV-Moderator (Erkennen Sie die Melodie). St. komponiert auch Wienerlieder. Er war in erster Ehe mit der Schauspielerin Ida Krottendorf (1927–98) und ist seit 1961 in zweiter Ehe mit der Tänzerin Anna Luise Schubert (* 1934) verheiratet.

Ehrungen

  • Dt. Kleinkunstpreis 1975
  • Buxtehuder Kleinkunst-Igel 1979
  • Großer Hersfeldpreis 1982

Werke

LP Songs für Mündige, CDs Es ist noch nicht so lange her 1998, Man kann net einmal sterben in Wien 2001, Lichtblau 2003.

Schriften

Literatur

  • Kosch 4 (1998)
  • Personenlex. Öst. 2001
  • Ackerl/Weissensteiner 1992
  • Who is who in Öst. 1987/88
  • www.ernst-stankovski.com/ (10/2005)

Sein Sohn

Alexander:* 22.2.1968 München. Komponist. Studium ab 1984 an der Wiener MUniv. (Komposition bei F. Burt, Tonsatz bei D. Schermann; Diplom 1990) und 1990–94 in Frankfurt am Main (bei Hans Zender), Kompositionskurse (u. a. Salzburger Sommerakad., IRCAM). 1992–2000 organisatorische und journalistische Tätigkeit für die IGNM /Sektion Österreich (1995/96 gemeinsam mit C. Gadenstätter Herausgeber von deren Zeitschrift ton). Ab 1996 hatte er einen Lehrauftrag an der Wiener MHsch./MUniv., seit 1998 ist er Vertragslehrer für Kontrapunkt und Analyse an der GrazerMUniv. (2005).

Ehrungen

  • Busoni-Förderungsstipendium der Akad. der Künste Berlin 1992
  • Arbeitsstipendien der Stadt Wien 1993 u. 1997
  • Staatsstipendium für Komposition der Republik Österreich 1994
  • Kompositionspreis der Erste Bank für Räume I–IV 2000
  • Förderungspreis der Stadt Wien 2001

Werke

Unruhe ist in den Gärten f. Tonbd. 1989/90 [T: nach Thomas Bernhard]; Äußerungen zu Brahms (Klaviertrio) 1990/93; Mêles Moments f. Mezzosopran u. Ensemble 1993/95; sätze ansätze (Ensemble) 1996; Pessao f. Sopran, Barition u. Instrumentalensemble UA 1998; Dickicht/Lichtung f. Instrumentalensemble UA 1999; Räume I–IV 2000.

Schriften

  • gem. m. C. Gadenstätter (Hg.), ton.

Literatur

  • MaÖ 1997
  • Goertz 1994
  • Personenlex. Öst. 2001
  • R. Kager in ÖMZ 44 (1989), 382
  • S. Seuss in ÖMZ 53/12 (1998)
  • W. Weidringer in ÖMZ 54/7–8 (1999), 54f
  • www.mica.at (10/2005)
  • www.kunstradio.at/BIOS/stankovskibio.html (10/2005)

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

30.10.2005

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Stankovski, Familie“ (30.10.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e33e (abgerufen am )

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