Burt, Francis

* 28.4.1926 London, † 3.8.2012 Hartberg/St

Komponist

Nach Offiziersausbildung 1948–51 Studium an der Royal Academy of Music in London (Komposition bei Howard Ferguson). Daneben besuchte er die Summer School of Music in Bryanston/GB und Dartington/GB. 1951–54 an der Berliner MHsch. (bei Boris Blacher). Lebte seit 1956 in Wien, wurde 1973 Prof. für Komposition an der Wiener Musikhochschule und leitete 1989–91 das Institut für elektroakustische Musik. 1987 Organisator der 1. Langen Nacht der neuen Klänge im Wiener Wiener Konzerthaus. Von afrikanischer Kultur angeregt (1946/47 Oberleutnant in Nigeria), waren in B.s Werken zunächst gestisch-tänzerische, kinästhetische Merkmale vorherrschend, seit seinem Ballett Der Golem (1963) traten zunehmend auch melodische hinzu. Zuletzt schrieb B. in einem von elektronischer Musik beeinflussten Stil, wobei dennoch die Geste Ausgangspunkt blieb und Tonalitäts-Spannungszentren spürbar waren.

Ehrungen

  • u. a. Förderungspreis der Th. Körner-Stiftung 1973
  • Würdigungspreis 1978
  • Preis der Stadt Wien (Kategorie Musik) 1981
  • Ehrenmitglied des Österreichischen Komponistenbundes.

Werke

Opern Volpone 1958/60 (rev. 1963), Barnstable 1969; Vokalwerke; Orchesterwerke; Kammermusik.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

15.3.2011

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Burt, Francis“ (15.3.2011), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f9a7 (abgerufen am )

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