Sennhofer, Ernst (Pseud. Fred Jacobsen)

* 6.4.1915 Wien, † 18.4.1945 Waldlager, Mühldorfer Hart, KZ Dachau/D

Komponist

Klavierunterricht bei Leon Erdstein, im Alter von 18 Jahren begann er, Tanzmusik und Schlager zu komponieren. Nach der Matura 1934 am Wiener Akademischen Gymnasium studierte er zunächst zwei Semester Jus, ab dem WS 1935/36 Musikwissenschaft an der Univ. Wien (u. a. bei R. Lach, A. Orel und R. Haas). Am 26.2.1937 wurde am Wiener Raimundtheater seine Operette Postamt X uraufgeführt. Sein im gleichen Jahr veröffentlichter Schlager Danke schön, es war bezaubernd aus dem Film Adresse unbekannt erlangte später in der Interpretation P. Alexanders große Popularität. 1938 musste S. Österreich verlassen (Exil), ging zunächst nach Belgien und wurde am 20.5.1944 via Drancy/F ins KZ Auschwitz (Oświęcim/PL) deportiert. Am 28.1.1945 kam er aus Auschwitz ins KZ Dachau, von wo er am 21.2.1945 ins Waldlager Mühldorfer Hart überstellt wurde.

Werke

Operette Postamt X (T: E. W. Spahn); Schlager (Danke schön, es war bezaubernd [T: R. Danberg], Tango in Blau [T: E. W. Spahn], Wenn die Schwalbe zieht [T: F. Löhner, E. W. Spahn], Die Liebe ist ein Märchen für die Großen [T: S. Tisch], The pet of the Navy, Permettez Madame); Wienerlieder (Ich habe eine heimliche Schwäche [T: E. W. Spahn]).

Literatur

Autorinnen

  • Monika Kornberger
  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

1.12.2017

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Monika Kornberger, Art. „Sennhofer, Ernst (Pseud. Fred Jacobsen)“ (1.12.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e253 (abgerufen am )

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