Selim (verh. Benatzky), Josma (eig. Hedwig Fischer)

* 23.2.1886 Wien, † 25.8.1929 Berlin

Sängerin, Diseuse

Die uneheliche Tochter der aus Mähren stammenden Lotti Fischer erhielt ihre Ausbildung beim Gesangspädagogen V. Heim. Sie wandte sich dem Kabarett zu und hatte in Wiener Etablissements (zunächst in der Hölle, schon ab 1912 im neu gegründeten Simplicissimus) großen Erfolg. Im selben Jahr war sie aus dem Judentum ausgetreten und konvertierte zum Protestantismus. 1914 heiratete sie R. Benatzky, der ca. 500 Lieder für sie schrieb und mit dem sie ein Duo (Gesang und Klavier) bildete, das mit Chansons und Wienerliedern auf Tournee (Deutschland, Schweiz, Italien, England) ging. Erste Plattenaufnahmen um 1920, 1921 traten sie in Berlin am Deutschen Theater (Leitung: M. Reinhardt) auf. S. galt in den 1920er Jahren als die bedeutendste Diseuse des deutschen Sprachraums. Nahm einmal jährlich in den Jahren 1924, 1925, 1926 und 1928 in Berlin gemeinsam mit R. Benatzky einige Titel aus ihrem Repertoire für Grammophon, Polyphon, Parlophon und Electrola auf. Ihr letzter Auftritt in Wien fand im Dezember 1928 statt.

Werke

Die Legende von der Ofener Burg; Plattenaufnahmen für Grammophon, Polyphon, Parlophon und Electrola.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

10.8.2005

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Selim (verh. Benatzky), Josma (eig. Hedwig Fischer)“ (10.8.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e243 (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.