Erlernte zunächst das Schneiderhandwerk und nur nebenbei das Flötenspiel. Ab 1810 auf Gesellenwanderschaft, kam S. über Böhmen und Mähren nach Wien und wurde als 1. Flötist an das Theater an der Wien engagiert; 1817–28 Mitglied der Tonkünstler-Sozietät . Ab 1818 unternahm er ausgedehnte Konzertreisen nach Zürich/CH, Prag, Berlin und Italien, 1826 kam er über Paris nach London, hier unterrichtete er als Flötenlehrer am Green College. 1842 (1845?) kehrte S. nach Wien zurück, wo er als erfolgreicher Lehrer wirkte und am 23.4.1865 sein Abschiedskonzert gab. S. war durch seine technische Brillanz ein typischer Vertreter des Virtuosenzeitalters. Seine Töchter Marie und Therese traten als Pianistinnen auf.
Ehrungen
- Fürst Esterházy’scher Kammervirtuose
Werke
Stücke f. Fl. u. Kl. (Souvenir du Simplon), Transkriptionen (Salonmusik).
Literatur
- SchlMl 2001
- E. Hilmar (Hg.), Franz Schubert. Dokumente 1801–1830, 1 (2003) [Sedlaczek]
- Wurzbach 33 (1877) [Sedlaczek]
- Mendel-R. 9 (1878) [Sedlazek]
- F-A 1936
- ÖBL 55. Lfg. (2001) [Wenzel Sedlak]
- E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1 (1869), 251
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Sedlatzek (Sedlaczek), Johann“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000fd1f9 (abgerufen am )
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