War ab 1805 Mitglied der Tonkünstler-Sozietät und ist ab 1806 als 2. Klarinettist unter Kapellmeister J. Triebensee in der von Fürst A. v. Liechtenstein in den 1780er Jahren gegründeten Harmoniemusik nachweisbar, die per 1.7.1809 von Fürst Joh. v. Liechtenstein aufgelöst wurde. Danach war S. Kapellmeister bei einem namentlich nicht näher genannten Fürsten von Auersperg, 1812–35 stand er jedoch wiederum in Diensten der Fürsten Liechtenstein und leitete die am 1.4.1812 neu gegründete, aus neun Musikern bestehende Harmoniemusik (Auflösung 1835). Ihm oblag auch der Musikunterricht der fürstlichen Familie, nebenbei konnte er sich im bürgerlichen Musikleben jedoch als Solist und Komponist profilieren. Seine von L. v. Beethoven autorisierte Transkription von elf Nummern aus Fidelio für Harmoniemusik erschien 1814 bei Artaria.
Werke
über 55 Operntranskriptionen f. Harmoniemusik (s. Abb.), Hornkonzert, Tanzmusik, Märsche, Klarinettenmusik.
Literatur
- NGroveD 23 (2001)
- ÖBL 55. Lfg. (2001)
- H. Stekl in HadynJb 10 (1978)
- J. Sehnal in B. Habla (Hg.), Kgr.-Ber.e Oberschützen/Burgenland 1988. Toblach 1990, 1992
- R. Hellyer in Music & Letters 53 (1972)
- C. F. Pohl, Denkschrift aus Anlass des hundertjährigen Bestehens der Tonkünstler-Societät 1871, 109
- H. Strebel, Anton Stadler: Wirken u. Lebensumfeld des „Mozart-Klarinettisten“ 2016
- MGÖ 2 (1995)
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
26.2.2018Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Sedlák, Wenzel (Václav)“ (26.2.2018), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e221 (abgerufen am )
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