Von ihrer Mutter, einer Balletttänzerin ausgebildet, Gesangsunterricht bei A. M. Storch. Spätestens 1859 Tänzerin am Theater in der Josefstadt in Wien, 1864/65 Solotänzerin am Theater an der Wien, 1865/66 an den Theatern von J. Fürst (Theater an der Josefstadt, Thaliatheater, Singspielhalle im Wiener Prater), bis 1867 Ballettmeisterin am Josefstädter Theater, bis 1868 am Harmonietheater. Daneben Karriere als Volkssängerin (Debüt im Varieté Neumann in Pest [Budapest]), Gesangsauftritte schon bei Fürst, dessen Lieder sie trefflich imitierte („weiblicher Fürst“). Sch. gehörte in der Folge in Wien verschiedenen Volkssänger-Gesellschaften an (u. a. J. Kwapil, C. H. Kampf), gründete 1870 eine eigene Gesellschaft. 1892 erlitt sie einen Schlaganfall. Sie war eine ausgezeichnete Jodlerin (mit ihrer Partnerin „Frl. Wilma“). Besonders gerne stellte sie männliche Volkstypen dar (bekannt als „Weaner Fiaker“ und „Weaner Bitz“).
Literatur
- ÖBL 10 (1994)
- Hauenstein 1976
- DBEM 2003
- J. Koller, Das Wr. Volkssängertum in alter u. neuer Zeit 1931
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Schmer, Josefine“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e105 (abgerufen am )
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