Arbeitete zunächst in einer Schriftgießerei. 1876 kam sie als Choristin (bereits unter dem Namen Sch.) an das Wiener Carltheater, dessen Kapellmeister J. Brandl ihr Gesangsunterricht erteilte. 1879 Debüt am Carltheater, wo sie v. a. Hauptrollen in Operetten von J. Offenbach, C. Millöcker, J. Strauss Sohn und F. v. Suppè (1881 bei der UA von Der Gascogner) verkörperte. Nach Schauspielunterricht bei J. Lewinsky 1882 Debüt an der Wiener Hofoper, wo sie 1883–96 dem Ensemble angehörte. Gastspiele führten sie u. a. nach London, Leipzig/D, Riga, Budapest und an die Münchener Hofoper. Nach 1896 war sie noch für kurze Zeit als Konzertsängerin sowie als Gastsängerin am Theater an der Wien und an der Hofoper tätig. G. Mahler bemühte sich vergeblich, sie an die Hofoper zurückzuholen. Ab 1894 war sie mit dem Offizier Victor v. Theumer verheiratet. Nach Beendigung ihrer Karriere betrieb sie auf ihrem Gut „Gstettenhof“ (in Steinbachrotte) eine beliebte Gastwirtschaft. A. Sch. ist möglicherweise verwandt mit der Tänzerin und Mimikerin Hedwig Sch. (eig. Lautenschläger; * 26.9.1853 Graz, † 15.12.1907 Wien), einer Schülerin von F. Elßler, die 1865–85 im Ballett der Wiener Hofoper tanzte, 1867/68 ein Gastspiel in Chicago/USA gab und 1885 den K. k. Regierungsrat Rudolf Th. Peithner von Lichtenfels heiratete.
Gedenkstätten
- Schlägergasse (Wien XIII)
- Lautenschlägergasse (Wien XI)
Ehrungen
- Kammersängerin 1896
Literatur
- ÖBL 10 (1994)
- K-R 1997 u. 2002
- Czeike 5 (1997)
- DBEM 2003
- Eisenberg 1893
- Ulrich 1997
- [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 82
- Raab 1994 [H. Sch.]
- F-A 1936
- Wr. Abendpost 30.8.1910
- eigene Recherchen
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
9.11.2022Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Schläger (eig. Lautenschläger), Antonie (Toni)“ (9.11.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e0e4 (abgerufen am )
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