Ab 1530 wie Vater und Bruder u. a. Trompeter und Hornist in Bergamo, ging 1547 an den Hof von Cristoforo Kardinal Madruzzi (1512–78) nach Trient (Trento/I) und wurde 1549 von dort zusammen mit anderen Instrumentalisten vom bereits 1553 gefallenen Kurfürst Moritz von Sachsen nach Dresden engagiert, wo er ab 1566 als Vize-, seit 1568 als Hofkapellmeister wirkte. S. ist als einer der bedeutendsten Musiker der 2. Hälfte des 16. Jh.s anzusehen. Genannt ist er in Auszahlungsbüchern und Inventar des Innsbrucker Hofs; eine Komposition ist Erzhzg. Ferdinand gewidmet.
Werke
Messen (Missa sex vocum super epitaphum illustrissimi principis Mauritii ducis et electoris Saxoniae 1558); Gaudii paschalis Jesu Christi 1612 (Druck); Passio das Leyden unsers Herrn Jesu Christ (nach Johannes) 1621 (Druck); Magnificat-Vertonungen, Motetten; dt. u. ital. Lieder.
Literatur
- DBEM 2003
- NGroveD 22 (2001) [mit WV]
- MGG 11 (1963)
- Riemann 1961 u. 1975
- Senn 1954
- Mendel-R. 9 (1878)
- MGÖ 1 (1995)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Scandello (Scandelli, de Scandellis, Scandellus), Antonio (Antonius)“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e06f (abgerufen am )
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