1742 als Musikdirektor von P. Mingottis Operntruppe in Graz nachweisbar, reiste mit Mingotti durch Deutschland und Österreich, war 1747–56 in Kopenhagen – 1748–53 als Nachfolger von Johann Adolph Scheibe auch als Hofkapellmeister – tätig und unternahm dann Tourneen. S. kehrte 1768 nach Kopenhagen zurück, wo er als Musikdirektor einer von ihm in Italien zusammengestellten Operntruppe wirkte und 1775, Giuseppe Sarti folgend, wieder Hofkapellmeister wurde. 1781, nach dem Tod der seit 1748 mit ihm verheirateten Sopranistin Grazia Mellini, ließ er sich in Italien nieder. S. hatte u. a. für Graz, Hamburg/D, Kopenhagen mehrere Opern, Intermezzi bzw. dänische Singspiele selbst verfasst (z. T. mit Musik von anderen) bzw. auch für die jeweiligen Operntruppen bearbeitet.
Werke
zahlreiche Opern (bzw. Beteiligungen, vgl. Stieger); Oratorium Giuseppe riconosciuto 1742; 6 Sinfonien; Arien.
Literatur
- NGroveD 22 (2001) [mit WV]
- MGG 11 (1963)
- StMl 1962–66
- Riemann 1961
- Stieger II/3 (1978)
- Ulrich 1997
- MGÖ 2 (1995)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Scalabrini, Paolo“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e06e (abgerufen am )
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