Ruprecht, (Josef?) Martin (Stefan?)

* ca. 1758 Wien, † 7.6.1800 Alservorstadt (Wien IX)

Komponist, Sänger (Tenor)

Als Mitglied der Truppe Katharina Schindlers (verh. Bergobzoomer) trat er 1776 im Kärntnertortheater in italienischen Opern auf. Er wirkte auch in der UA von I. Umlaufs Bergknappen am 17.2.1778 mit (Nationalsingspiel Wien). Nach weiteren Auftritten in der deutschen (Burgtheater) und italienischen (1783–85) Oper wandte sich R. ab 1785 auch als Komponist wieder dem Singspiel zu. 1788 beendete er seine Tätigkeit am Theater und wurde ein Jahr später Tenorist der Wiener Hofmusikkapelle, der er bis zu seinem Tod angehörte. R. starb ledig und kinderlos im Wiener allgemeinen Krankenhaus, nächste Anverwandte waren eine Schwester (Wirtin am Spittelberg [Wien VII]) und ein Bruder (Bauer in Hollabrunn/NÖ). Eine Verwandtschaft zur Familie Ruprecht konnte nicht nachgewiesen werden.

Werke

Singspiele (Die Wette 1777, Was erhält die Männer treu? 1780, Der Irrwisch ca. 1782/83, Die Dorfhändel, oder Bunt über Eck 1785, Das wüthende Heer, oder Das Mädgen im Thurme 1787, Das natürliche Wunder 1792, Erwin und Elmire 1793, Der blinde Ehemann 1794); Lieder (6 Lieder f. das Pianoforte 1785, 3 davon in DTÖ 54 [1920]).

Literatur

Autoren

  • Alexander Rausch
  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

8.1.2018

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Alexander Rausch, Art. „Ruprecht, (Josef?) Martin (Stefan?)“ (8.1.2018), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dffb (abgerufen am )

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