Der Sohn eines Lehrers und Organisten besuchte das Josephinische Konvikt in Breslau (Wrocław/PL), wurde Kaufmann und ließ sich 1804 in Wien nieder. Nach dem Konkurs 1809 verlegte er sich auf Pflanzenzucht und Literatur. In seinen thematisch vielfältigen Abhandlungen und seiner Lyrik erweist sich R. als Apologet der Restauration. Ab 1819 trat er als gefürchteter Vertreter der Zensur (gen. „Knecht R.“) u. a. gegen F. Grillparzer auf. L. v. Beethoven vertonte 1814/15 sein Gedicht Merkenstein (op. 100 und WoO 144, erschienen im Almanach Selam), er dilettierte aber auch selbst auf diesem Gebiet.
Ehrungen
- kaiserlicher Rat
Werke
Dichtungen der Britten in metrischen Übersetzungen 1812; Oestreichisches Volkslied 1813 (s. Abb.); Weihgesang zur Zurückkunft unseres geliebten Kaisers Franz des Ersten 1814; Sonetten-Kranz 1844; Kirchenlieder auf die wichtigeren christkatholischen Festtage 1845; Abhandlungen über Wirtschaft, Botanik, Heimatkunde u. a.
Literatur
- ÖBL 9 (1988)
- Wurzbach 27 (1874)
- BeethovenH 1926
- Kinsky-Halm 1955
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Rupprecht, Johann Baptist“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000790c6 (abgerufen am )
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