Besuchte ab 1867 die Proksch-Musikschule sowie die Orgelschule in Prag, wo er bei František Zdeněk Skuherský (Orgel) und František Blažek (Musiktheorie) studierte. Anschließend unterrichtete er selbst am Musikinstitut Proksch, 1878 übersiedelte er nach Wien, wo er Kontrapunkt bzw. Klavier bei M. G. Nottebohm (Vermittlung von J. Brahms), K. Nawratil und Th. Leschetizky studierte. Mit dem Tenor G. Walter unternahm er 1882–84 ausgedehnte Konzertreisen durch Deutschland (Liedbegleitung), anschließend wirkte R. als Pianist und Klavier- bzw. Gesangslehrer sowie Dirigent des Evangelischen Singvereins 1899–1901) in Wien. Zu seinen Schülern zählte auch Arthur Schnitzler.
Gedenkstätten
- Ehrengrab am Wr. Zentralfriedhof (s. Abb.)
Ehrungen
- Österr. Staatsstipendium ca. 1877/78
Werke
Die Rosentalerin (Oper, UA 1897), über 100 Lieder (u. a. nach Volksdichtungen u. nach Walther v. d. Vogelweide), Chöre, Klavierquintett.
Literatur
- LdM 2000
- ÖBL 9 (1988)
- Riemann 1929
- DBEM 2003
- F. J. Ewens, Lex. des dt. Chorwesens 1954
- F-A 1936
- Ch. Böhm, Das Liedschaffen A. R.s,Diss. Wien 1985
- Eisenberg 1893
- WStLA (Biographische Slg.)
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
14.8.2023Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Rückauf, Anton“ (14.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dfec (abgerufen am )
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