War bis 1921 Schüler von P. Weingarten und H. Kauder, studierte Germanistik und Musikwissenschaft in Wien und München/D (1921–24). Daneben nahm er Kompositionsunterricht bei Carl Orff. 1924–29 war er Korrepetitor in Berlin-Charlottenburg und Opernkapellmeister in Mainz/D. Nach Abschluss des Studiums in Frankfurt am Main/D (1929–31) ging er nach Mannheim/D. 1937 Rückkehr nach Österreich, 1939 Emigration nach Großbritannien (Exil). Dort u. a. Dozent an den Univ.en Cambridge (1942–55) und Birmingham (1949–55) sowie Prof. an den Univ.en Edinburgh (1955–62) und Manchester (ab 1962). 1948–52 leitete er die Musikabteilung bei den Internationalen Hochschulwochen in Alpbach/T. Er war Generalherausgeber der Eulenburg Taschen-Partituren und wesentlich am Grove Dictionary (5. Aufl.) sowie an der Musik in Geschichte und Gegenwart beteiligt.
Ehrungen
- Österr. Staatspreis 1958
- Doctor of Music h. c. der Univ. Edinburgh 1967
Werke
Werke f. Orch.; Lieder u. Gesänge f. Singstimme u. Orch.
Schriften
- Das Problem des Stilwandels in Monteverdis Madrigalwerk,Diss. Frankfurt 1931
- Claudio Monteverdi 1949
- Bruckner and Mahler 1955
- Alban Berg. Versuch einer Würdigung 1957. – Ausg. von Werken Claudio Monteverdis, W. A. Mozarts uG. F. Händels
Literatur
- MGG 11 (1963)
- Riemann 1961 u. 1975
- Orpheus im Exil 1995
- Biogr. Hb. der dtspr. Emigration 1983
- DBEM 2003
- MGÖ 3 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Redlich, Hans Ferdinand“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001de94 (abgerufen am )
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