Ausgebildet am Konservatorium der GdMbei E. Sauer (Abschluss 1906), Studium der Musikwissenschaft an der Univ. Wien bei G. Adler (1911 Dr.). Er unternahm zahlreiche Konzertreisen ins Ausland. Ab 1921 lehrte er an der Wiener MAkad. 1928 wurde er ao. Prof. an der neu gegründeten Fach-HSch. 1936–38 unterrichtete er in Tokio. 1938 musste W., vom „Anschluss“ überrascht, ins Exil gehen. 1939 gab er mit Ar. und Al. Rosé ein Konzert in der Royal Academy of Music in London, wo er möglicherweise die Kriegsjahre verbrachte. 1945 war er wieder Prof. an der Wiener MAkad. Er war einer der bedeutendsten Pianisten der Zwischenkriegszeit in Österreich.
Gedenkstätten
- Grab ehrenhalber am Wr. Zentralfriedhof
Ehrungen
- Hofrat 1946
Schriften
Literatur
- Riemann 1961
- Müller-Asow 1929
- Orpheus im Exil 1995
- F-A 1936 u. 2 (1978)
- MGÖ 3 (1995)
- R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der k. k. GdM in Wien 1912, 339
- Wr. Zentralfriedhof Ehrengräber 2002
- Mitt. Orpheus Trust Wien
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
27.4.2023Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Weingarten, Paul“ (27.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00022104 (abgerufen am )
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