Rauch, Andreas

* 1592 Pottendorf/NÖ, † 23.5.1656 Ödenburg (Sopron/H)

Organist, Komponist

Organist der evangelischen Landstände in Niederösterreich (1621–25 an der protestantischen Kirche in Hernals [heute Wien XVII], um 1627 in Inzersdorf [heute Wien XXIII]), ging 1629 auf Grund der Gegenreformation nach Ödenburg, wo er bis zu seinem Tod als Organist der Michaelskirche tätig war. Neben J. Brassicanus, J. F. Fritzius und D. Lagkhner zählt R. zu den frühen Vertretern protestantischer Musik in Österreich und Ungarn. R.s Werk umfasst sowohl Motetten älteren Typs mit akkordisch-scheinpolyphonem Satz als auch jüngere ein- und geringstimmige geistliche Konzerte (Einfluss Claudio Monteverdis).

Werke

geistliche und weltliche Vokalmusik: Symbolum peccatoris resipiscentis, das ist ein trostreich-hertzerquickendes Gebetlein 1621; Thymiaterium musicale, d. i. musicalisches Rauchfäßlein 1625 [Titel enthält Anspielung auf seinen Namen]; Musicalisches Stammbüchlein, in welchen anfangs etliche geistl., dann weltl. Gesänglein1627 (NA in Musicalia Danubiana 2 [1983]); Zwey christliche musicalische Gesänglein 1627; Concentus votivus sub […] Ferdinandi II […] ad comitia Semproniana ingressum solemnem et auspicatissimum 1635; Missa, Vespera et alii sacri concentus concertati 1641; Currus triumphalis musici 1648 (13 geistliche Gesänge zur Feier des Westfälischen Friedens); Newes Thymiaterium oder Rauchfäßlein 1651.

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Rauch, Andreas“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001de82 (abgerufen am )

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