Prilisauer, Familie

Musiker

Rudolf: * 7.4.1866 Wien, † 14.9.1944 Wien. Sänger, Kaffeehausbesitzer. Erster öffentlicher Auftritt 1880. 1892 bekam er bei der Internationalen Ausstellung für Musik und Theaterwesen einen 2. Preis. Als Mitglied des Schrammel-Quartetts sang er 1899 vor K. Franz Joseph I.

Literatur

  • Czeike 4 (1995)
  • Hauenstein 1979

Sein Bruder

Josef: * 28.2.1879 Wien, † 8.3.1967 Wien. Volkssänger. War als Goldschmied tätig, trat schon mit zehn Jahren auf und wurde als Volkssänger und Interpret von Wienerliedern bekannt („Wiener Troubadour“).

Literatur

  • Hauenstein 1979
  • Czeike 4 (1995)
  • DBEM 2003

Sein Großneffe

Richard: * 20.3.1919 St. Pölten. Beamter, Musikforscher. Leitete als Gymnasiast ein Jugendorchester, war während des Zweiten Weltkriegs Chorleiter und Organist und studierte 1946–50 an der Wiener MAkad. 1946–53 war er Organist am Schottenstift. Neben seiner Tätigkeit im Bundeskanzleramt (1951–79) beschäftigte er sich mit der Musikgeschichte Wiens (insbesondere mit Musikergedenkstätten), hielt Vorträge und war ab 1958 Generalsekretär der Internationalen Chopin-Gesellschaft in Wien. 1979 wurde er Vizepräsident der auf seine Initiative gegründeten Kulturvereinigung der Gesellschaft der Freunde Wiens. 1980–83 war er Präsident des Österreichischen Orgelforums.

Ehrungen

  • Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung 1969
  • Ordre du Mérite Culturel 1983
  • versch. Ehrungen

Schriften

Literatur

  • Wiener Chopin-Bll. 3 (1984)
  • Österr. Orgelforum 1983/3, 47 u. 1984/1, 15

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Prilisauer, Familie“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ddd8 (abgerufen am )

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