Pehm, Familie

Lehrer und Musiker

Martin: * ca. 1768 (Ort?), † 25.4.1810 Muthmannsdorf/NÖ. Lehrer und Chorregent. War wie sein Vater Lehrer und Regens chori in Muthmannsdorf, nach seinem Tod bekleidete sein Bruder Friedrich (* ca. 1784 [Ort?], † 20.7.1811 [Ort?, nicht Muthmannsdorf]) dieses Amt.

Martins Sohn

Franz (I): * 12.11.1800 Muthmannsdorf, † 9.5.1852 Maiersdorf/NÖ. Lehrer und Chorregent. Hörte den pädagogischen Kurs in Wiener Neustadt und legte 1827 in Wien die Lehrbefähigungsprüfung ab. Ab 1820 Schulgehilfe und ab 1831 Lehrer sowie Regens chori in Maiersdorf.

Dessen Sohn

Heinrich: * 11.7.1835 Maiersdorf, † 17.5.1915 Himberg/NÖ. Lehrer, Chormeister, Kirchenmusiker. Besuchte 1853/54 die Normalschule zu St. Anna in Wien und unterrichtete in Muthmannsdorf (1852), Bad Fischau/NÖ (1854–59) und Gumpoldskirchen (1859–68). 1868–71 Schulleiter in Leopoldsdorf bei Wien/NÖ, 1871–91 Oberlehrer in Hennersdorf/NÖ sowie 1891–1904 in Himberg. 1861/62 gründete er die Gumpoldskirchner Liedertafel (Männergesang), 1880 die Feuerwehrkapelle in Hennersdorf. 1868–91 Regens chori in Hennersdorf, anschließend auch in Himberg, wo er Mitglied des MGV.s war. Sein Enkel war H. Toifl (Sohn seiner Tochter Maria [* 30.5.1869 Leopoldsdorf], verh. Toifl).

Ehrungen

  • Belobigung des Landesschulrates von Niederösterreich für die Leitung der Kirchenmusik in Hennersdorf 1880
  • Ehrenmedaille für 40-jährigen Schuldienst 1898
  • Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone 1905
  • Ehrendiplom des MGV.s Gumpoldskirchen
  • versch. weitere Belobigungen

Franz’ (I) Bruder

Anton (I): * 1.9.1804 Muthmannsdorf, † 6.4.1873 St. Valentin-Landschach/NÖ. Lehrer und Chorregent. Absolvierte 1821 den pädagogischen Kurs in Wiener Neustadt und legte 1826 in Wien die Lehrbefähigungsprüfung ab. War fünf Jahre Schulgehilfe in Seebenstein/NÖ und ab 1828 Lehrer und Regens chori in St. Valentin-Landschach.

Sein Sohn

Anton (II): * 8.5.1830 St. Valentin-Landschach, † nach 1886 (Ort?). Lehrer und Chorregent. Erhielt seine Lehrerausbildung 1847 in Wiener Neustadt, Lehrbefähigungsprüfung 1850 in Wien. War Unterlehrer in Schwarzenbach/NÖ, Kirchschlag/NÖ (1850–55) und Wiesmath/NÖ (1855–57), danach Oberlehrer und Regens chori in Hochneukirchen/NÖ sowie ab ca. 1874 in St. Valentin-Landschach (bis 1886). Sein Bruder Franz (II) (* 18.7.1840 St. Valentin-Landschach, † 29.7.1903 Wien) war als Lehrer in Wien tätig und gehörte 1865–73 dem Wiener Schubertbund an.

Sein Sohn

Rudolf (I): * 22.2.1861 Hochneukirchen, † 28.7.1944 Pitten/NÖ. Lehrer, Regens chori, Komponist. Absolvierte die Lehrerbildungsanstalt in Wiener Neustadt (1881 Lehrbefähigungsprüfung) und war anschließend als Lehrer in Pitten tätig. Ab 1896 hier Regens chori, 1911 auch provisorischer Schulleiter; 1920/21 Leiter der Volksschule in Breitenstein am Semmering/NÖ. R. galt jahrzehntelang als musikalischer Mittelpunkt des lokalen Musiklebens und veranstaltete Schülerkonzerte zu wohltätigen Zwecken. Sein Bruder Richard Franz (* 23.11.1874 St. Valentin-Landschach, † 18.4.1954 Kirchschlag in der Buckligen Welt/NÖ]) war ebenfalls Lehrer.

Ehrungen

  • Direktortitel 1918

Werke

Scherzo f. Orch., Requiem, kleinere Kirchenmusik, Lieder.

Sein Sohn

Rudolf (II) Friedrich: * 30.11.1887 Pitten, † 5.11.1953 St. Pölten. Beamter, Chorleiter, Komponist. War Sängerknabe im Stift Heiligenkreuz, wo er bei H. Fink (Klavier, Org., Theorie) studierte; weitere Studien bei R. Fuchs (Kontrapunkt, Komposition) an der Wiener MAkad. Hauptberuflich als Beamter tätig, wirkte er auch als Dirigent, Musiklehrer, Chormeister (Gesangverein Österreichischer Eisenbahnbeamter, Wiener Liedertafel, Wiener Lehrer-a-capella-Chor) und Instrumentalbegleiter. 1942–45 war er Intendant der Wiener Symphoniker, die er auch mehrmals dirigierte.

Ehrungen

  • 2. Preis bei der Komponisten-Preiskonkurrenz der Ges. zur Hebung u. Förderung der Wr. Volkskunst 1925
  • Ehrenmitglied des Wiener Männergesang-Vereines (nach dem Zweiten Weltkrieg erloschen)

Werke

1 Operette, Orchesterwerke (Rhapsodie e-Moll 1949, Romantische Skizzen [Suite], Bilder aus Wien [Suite], Kanzone f. Orch. 1948, Konzertino im alten Stil f. Fl. u. Orch. 1935, Capriccio f. V. u. Orch. 1926), Kammermusik (v. a. Stücke f. V. u. Kl.), Männerchöre (Hymnus an den Kahlenberg), Lieder mit Orch. oder Kl., Tänze; Bearb. v. Werken v. J. L. Dussek, C. Ditters v. Dittersdorf, J. Haydn, J. A. Hiller u. a. – Nachlass in der ÖNB.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

10.1.2017

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Pehm, Familie“ (10.1.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dc99 (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.