Nach seiner Ausbildung am Konservatorium der GdM (Musiktheorie bei H. Grädener und R. Fuchs sowie Violoncello bei Fr. Schmidt) war er 1904–12 Violoncellist an der Hofoper und bei den Wiener Philharmonikern, 1908–20 Regens chori an der Mariahilfer Kirche, ab 1912 Dirigent und später auch Direktor des Wiener Tonkünstler-Orchesters (Wiener Symphoniker) und des Wiener Singvereins. N. gründete 1921 die Philharmonischen Kammerorchester-Konzerte, war Konzertdirektor der Wiener Orchestervereinigung, Dirigent des Großen Wiener Rundfunkorchesters und der Wiener Konzerthausgesellschaft (die von ihm nach dem Zweiten Weltkrieg reorganisiert wurde), 1945/46 Leiter der Wiener Singakademie. Darüber hinaus ab 1921 auch Prof. am Neuen Wiener Konservatorium (Schüler u. a. J. E. Syrowatka, L. J. Giugno; K. Pahlen). Zuletzt war N. Archivar der Konzerthausgesellschaft.
Ehrungen
- Goldenes Verdienstkreuz 1913
- wirkendes Mitglied der Ges. zur Hg. v. DTÖ 1924
Werke
Kirchenmusik; Orchesterwerke; Chorwerke; Bearbeitungen älterer Musik.
Literatur
- Czeike 4 (1995)
- Personenlex. Öst. 2001
- Riemann 1961
- ÖMZ 18 (1963), 39
- [Fs.] 25 Jahre Neues Wr. Konservatorium 1934, 53
- MGÖ 3 (1995)
- Slg. Moißl
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
30.6.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Nilius, Rudolf“ (30.6.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001db55 (abgerufen am )
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