Nilius, Rudolf

* 23.3.1883 Wien, † 31.12.1962 Bad Ischl/OÖ

Dirigent und Komponist

Nach seiner Ausbildung am Konservatorium der GdM (Musiktheorie bei H. Grädener und R. Fuchs sowie Violoncello bei Fr. Schmidt) war er 1904–12 Violoncellist an der Hofoper und bei den Wiener Philharmonikern, 1908–20 Regens chori an der Mariahilfer Kirche, ab 1912 Dirigent und später auch Direktor des Wiener Tonkünstler-Orchesters (Wiener Symphoniker) und des Wiener Singvereins. N. gründete 1921 die Philharmonischen Kammerorchester-Konzerte, war Konzertdirektor der Wiener Orchestervereinigung, Dirigent des Großen Wiener Rundfunkorchesters und der Wiener Konzerthausgesellschaft (die von ihm nach dem Zweiten Weltkrieg reorganisiert wurde), 1945/46 Leiter der Wiener Singakademie. Darüber hinaus ab 1921 auch Prof. am Neuen Wiener Konservatorium (Schüler u. a. J. E. Syrowatka, L. J. Giugno; K. Pahlen). Zuletzt war N. Archivar der Konzerthausgesellschaft.

Ehrungen

  • Goldenes Verdienstkreuz 1913
  • wirkendes Mitglied der Ges. zur Hg. v. DTÖ 1924

Werke

Kirchenmusik; Orchesterwerke; Chorwerke; Bearbeitungen älterer Musik.

Literatur

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

30.6.2004

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Nilius, Rudolf“ (30.6.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001db55 (abgerufen am )

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