Nijinski, Waslaw Fomitsch

* 12.3.1888 (1889?) Kiew, † 8.4.1950 London

Tänzer und Choreograph

Schon als Mitglied des St. Petersburger Mariinski-Theaters vielbeachtet, waren es die von Michail Fokine für ihn kreierten Rollen, in denen N. als Star der Ballets Russes im Westen Triumphe feierte. Was diese Partien miteinander verband, war eine Neupositionierung des männlichen Tänzers. In seinen eigenen Choreographien (L’Après-midi d’un faune 1912, Jeux und Le Sacre du printemps, beide 1913, Till Eulenspiegel, 1916) gelang ihm eine radikale Abkehr vom Ballett des 19. Jh.s. Als Star der Ballets Russes gastierte N. 1912 und 1913 in Wien, als Privatperson hielt er sich später wiederholt in Wien auf, wo seine Töchter Kyra (* 1914) und Tamara (* 1920) geboren wurden. Bevor er sich endgültig in England niederließ, verbrachte N. die Jahre 1945–47 in Wien und Mittersill/Sb.

Literatur

Autorin

  • Gunhild Oberzaucher-Schüller

Letzte inhaltliche Änderung

30.6.2004

Empfohlene Zitierweise

Gunhild Oberzaucher-Schüller, Art. „Nijinski, Waslaw Fomitsch“ (30.6.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001db52 (abgerufen am )

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