Nach Ausbildung an der Galizischen Musikgesellschaft in Lemberg schrieb er 1880 sein erstes bekanntes Werk, die Kantate Akt des Glaubens. 1882–85 Studien in Wien bei Franz Krenn (Komposition) und A. Sturm (Klavier). Nachdem er seine Studien mit Auszeichnung beendet hatte, kehrte er nach Lemberg zurück, wo er u. a. als Operndirektor tätig war. 1892 Betreuung des polnischen Programms bei der Internationalen Ausstellung für Musik und Theaterwesen in Wien. 1914–18 war er in Wien Leiter der Filiale des Lemberger Konservatoriums, an der die Studenten wie auch die Pädagogen aus den Kreisen der polnischen Flüchtlinge kamen. In der Wiener Kirche der Auferstehung gründete N. einen Chor, dessen Mitglieder polnische Flüchtlinge waren. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte er zu den wichtigsten Autoritäten des Musiklebens und bekanntesten Musikkritikern in Polen. Für seine Verdienste wurde er mehrmals ausgezeichnet. Bekannt auch als Verfasser von vielen Bücher, publizistischen und musikhistorischen Aufsätzen.
Werke
Symphonien, Klavierstücke; Liederzyklen.
Literatur
- Encyklopedia Muzyczna m (2000)
- J. Chomiński (Hg.), Słownik Muzyków Polskich 2 (1967)
- ÖBL 7 (1978)
Autor
- Piotr Szalsza
Letzte inhaltliche Änderung
30.6.2004Empfohlene Zitierweise
Piotr Szalsza, Art. „Niewiadomski, Stanisław“ (30.6.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001db50 (abgerufen am )
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