Besuchte 1856–62 das Franziskanergymnasium in Bozen und trat 1862 in Salzburg in den Franziskanerorden ein; Schüler von P. P. Singer. 1866 legte er die Gelübde ab, drei Jahre später erfolgte seine Priesterweihe. Nach Abschluss seiner Studien kam er als Organist und Klerikermagister nach Bozen, 1879–82 war er Guardian im Kloster Maria Schmolln/OÖ. 1882 kam er als Novizenmeister und Organist nach Salzburg, 1885 wechselte er in gleicher Eigenschaft nach Pupping/OÖ; 1884–86 Definitor und 1890–92 Kustos der Ordensprovinz. 1912 verließ er Pupping und kam über Kaltern 1913 als Beichtvater und Organist nach Lienz ; 1914–18 noch Guardian des dortigen Klosters. M. setzte sich für eine Pflege von Choral, altklassischer Vokalpolyphonie und Franziskanermusik (Franziskanermesse) ein, die Werke seines Lehrers P. P. Singer waren ihm ein besonderes Anliegen.
Ehrungen
- Exminister Provincialis 1906
Werke
Männerchöre, Offertorien, Gradualien, geistliche Lieder; Supplementum Gradualis Romani continens missas proprias trium Ordinum S. P. N. Francisci 1892; Supplementum Vesperalis Romani continens officia propria trium Ordinum S. P. N. Francisci 1892; Manuale Chorale Ordinis S. Francisci 1893.
Literatur
- K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 2 (2004)
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols 1993
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols. Ergänzungsbd. 1997 [Foto]
- W. Hoffmann in J. Lanz/K. Eichbichler (Red.), [Kgr.-Ber.] Cäcilianismus in Tirol. Brixener Initiative Musik u. Kirche. Fünfzehntes Symposion 2002 , 2003
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
30.6.2009Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Musch, P. Josef Maria OFM (Anton)“ (30.6.2009), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00223d6c (abgerufen am )
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