In einem musikalischen Haus in Atzgersdorf (heute Wien XXIII) aufgewachsen, studierte er ab 1892 am Konservatorium der GdM Komposition (bei R. Fuchs) und besuchte an der Univ. Wien 1893–95 Vorlesungen von A. Bruckner, E. Hanslick und M. Dietz. Von R. Fuchs, mit dem er zeit seines Lebens verbunden blieb, wurden ihm einige Schüler (Kontrapunkt und Harmonielehre) vermittelt (u. a. Kurt Overhoff). Sein bekanntester Schüler war 1905/06 W. Klein. M.s F-Dur-Klaviertrio wurde am 15.1.1910 von Mitgliedern des Soldat-Roeger-Quartetts und B. Walter (Klavier) im Bösendorfer-Saal (Wien I, Herrengasse 6) aufgeführt.
Gedenkstätten
- Bruno-Morpurgo-Park (Wien XXIII)
Werke
2 Symphonien, 2 Streichquartette, Klaviertrio, Klavier- u. Violinstücke (Fantaisies lyriques. Huit morceaux pour piano et violon par B. M. op. 10, 2 H.e [o. J.]); Lieder; Psalm.
Literatur
- Th. Antonicek in O. Wessely (Hg.), Bruckner-Studien 1975
- Riemann 1929 [Klein]
- Müller-Asow 1929 [Klein]
- MGÖ 3 (1995)
- Mitt. Helmut M
Autoren
- Christian Fastl
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Alexander Rausch, Art. „Morpurgo, Bruno Freiherr von“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001da0e (abgerufen am )
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