Molitor, Alois Franz Simon Joseph

* 3.11.1766 Neckarsulm/D, † 21.2.1848 Wien

Musiker, Beamter, Musikforscher

Nach Unterricht bei seinem Vater Johann Michael (* 1733) begann er als wandernder Geigenvirtuose und ließ sich Ende der 1780er Jahre in Wien nieder. 1796/97 ist er als Orchesterdirektor in Venedig greifbar; nach Wien zurückgekehrt, wurde er Beamter im Kriegskommissariat (1798–1831), war aber weiterhin viel auf Reisen; begann seine gitarristische Tätigkeit und studierte 1803/04 bei Abbè Vogler. Nach seiner Pensionierung widmete er sich ausschließlich der Musik, v. a. als Sammler und Forscher (befreundet u. a. mit R. G. Kiesewetter), nicht zuletzt aber als Veranstalter von Instrumental-Akademien 1832–42 in seinem Hause. M. gilt daher nicht nur als hervorragendster Vertreter der Gitarristik vor M. Giuliani in Wien, sondern ist als ein bedeutender Vertreter des Historismus anzusehen.

Werke

Orchestermusik, Violinkonzerte, Klaviermusik, Lieder, Sonaten f. Git. u. a. Instrumente (NA hg. v. J. Zuth in Alt-Wr. Gitarrenmusik, 6 H.e 1920–24).

Schriften

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Rudolf Flotzinger

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Rudolf Flotzinger, Art. „Molitor, Alois Franz Simon Joseph“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d9ef (abgerufen am )

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