Mildner, Leopoldine Josefine (Poldi)

* 27.7.1913 [nicht 1915] Wien, † 7.7.2007 Buenos Aires

Pianistin

Ihre Eltern übersiedelten ca. 1919 nach Jägerndorf, dem Heimatort des Vaters, wo M. ersten Klavierunterricht von Emma Werner und Hans Keitel erhielt. Ab 1926 studierte sie bei M. Rosenthal, im selben Jahr gab sie einen Soloabend im Schubertsaal des Wiener Konzerthauses; im November 1927 spielte sie gemeinsam mit den Wiener Symphonikern Peter Iljitsch Tschaikowskys erstes Klavierkonzert im Wiener Musikverein. Ab 1927 gefördert von Robert Teichmüller in Leipzig/D und A. Schnabel in Berlin, begann M. 1929 eine große Konzertkarriere, die sie durch ganz Europa sowie Nord- und Südamerika führte und in deren Rahmen sie mit bedeutenden Dirigenten wie B. Walter, A. Toscanini und Sergiu Celibidache zusammenarbeitete. Ab 1939 lebte sie in New York/USA, sie war u. a. mit Sergej Prokofieff, Sergej Rachmaninow, Maurice Ravel, George Gershwin und Alberto Ginastera befreundet. 1942 zog sie nach Buenos Aires, unterrichtete, gab Meisterkurse und unternahm Konzertreisen auf dem amerikanischen Kontinent. Nach dem Krieg war sie Dozentin am Salzburger Mozarteum, ab 1975 hatte sie einen Lehrauftrag an der MHsch. in Frankfurt am Main/D und ab 1982 an der Johannes-Gutenberg-Univ. in Mainz/D. 1996 zog sie sich wieder nach Buenos Aires zurück.

Ehrungen

  • Ehrendoktorat der Univ. of Detroit/USA
  • Sudetendt. Kulturpreis für darstellende und ausübende Kunst 1989

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

18.7.2011

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Mildner, Leopoldine Josefine (Poldi)“ (18.7.2011), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00041d93 (abgerufen am )

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