Schnabel, Artur

* 17.4.1882 Lipnik bei Bielitz/Österreichisch-Schlesien (heute PL), † 15.8.1951 Morschach/CH

Pianist, Musikschriftsteller und Komponist

Erhielt in Wien Unterricht in Klavier (1889–91 von H. Schmitt, danach bis 1897 von Th. Leschetizky) und Theorie (bei E. Mandyczewski). 1900 ging er nach Berlin, wo er als Solist und Kammermusiker (u. a. mit C. Flesch) Erfolge feierte. 1925–30 lehrte er an der Berliner MHsch. 1933 emigrierte Sch. nach London (Exil), 1939 in die USA, wo er an den Univ.en von Chicago und Michigan unterrichtete. Verheiratet mit der Altistin Therese Behr (1876–1959, s. Abb.). Sein Sohn Karl Ulrich (1909–2001) war ebenfalls Pianist und Pädagoge, wie auch dessen Frau Helen (1911–74). A. Sch. zählte zu den bedeutendsten Interpreten der Klaviersonaten L. v. Beethovens und Fr. Schuberts.

Ehrungen

  • Prof.-Titel 1919
  • Ehrendoktorat Univ. Manchester/GB 1933

Werke

Werke f. Orch. (3 Symphonien); Kammermusik; Klavierstücke; Chorwerke; Ausg.n von Beethoven, W. A. Mozart u. J. Brahms.

Schriften

Literatur

  • NGroveD 22 (2001)
  • SchlMl 2001
  • MGG 11 (1963)
  • InterpretenL 1992
  • Riemann 1961 u. 1975
  • DBEM 2003
  • Orpheus im Exil 1995
  • F-A 1936
  • www.schnabelmusicfoundation.com/ (3/2005)

Abbildungen

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

28.6.2023

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Schnabel, Artur“ (28.6.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e140 (abgerufen am )

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