Erhielt in Wien Unterricht in Klavier (1889–91 von H. Schmitt, danach bis 1897 von Th. Leschetizky) und Theorie (bei E. Mandyczewski). 1900 ging er nach Berlin, wo er als Solist und Kammermusiker (u. a. mit C. Flesch) Erfolge feierte. 1925–30 lehrte er an der Berliner MHsch. 1933 emigrierte Sch. nach London (Exil), 1939 in die USA, wo er an den Univ.en von Chicago und Michigan unterrichtete. Verheiratet mit der Altistin Therese Behr (1876–1959, s. Abb.). Sein Sohn Karl Ulrich (1909–2001) war ebenfalls Pianist und Pädagoge, wie auch dessen Frau Helen (1911–74). A. Sch. zählte zu den bedeutendsten Interpreten der Klaviersonaten L. v. Beethovens und Fr. Schuberts.
Ehrungen
- Prof.-Titel 1919
- Ehrendoktorat Univ. Manchester/GB 1933
Werke
Werke f. Orch. (3 Symphonien); Kammermusik; Klavierstücke; Chorwerke; Ausg.n von Beethoven, W. A. Mozart u. J. Brahms.
Schriften
- Reflections on Music 1933
- Music and the Line of Most Resistance 1942
- My Life and Music[posthum] 1961, dt. Aus dir wird nie ein Pianist 1991
Literatur
- NGroveD 22 (2001)
- SchlMl 2001
- MGG 11 (1963)
- InterpretenL 1992
- Riemann 1961 u. 1975
- DBEM 2003
- Orpheus im Exil 1995
- F-A 1936
- www.schnabelmusicfoundation.com/ (3/2005)
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
28.6.2023Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Schnabel, Artur“ (28.6.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e140 (abgerufen am )
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