Sein Vater Gotthelf Karl M., Jurist und Notar, war Mitglied des Direktoriums der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und Gründungsmitglied der Wiener Brahms-Gesellschaft. Nach dem Studium von Physik, Mathematik und Chemie in Wien (1896 Dr. phil.) und Leipzig/D habilitierte er sich 1900 an der Univ. Wien. 1906 wurde er Vorstand des Instistituts für theoretische Physik, 1910 Sekretär, 1937 Präsident der Internationalen Radium-Standard-Kommission. Neben seinen Forschungen zur Radioaktivität am Wiener Institut für Radiumforschung, dessen Leitung er 1920–38 und 1946–47 innehatte, beschäftigte sich M. mit Akustik und Instrumentenkunde und unterrichtete als Dozent am Konservatorium der GdM (1902–11).
Ehrungen
- Ignaz L. Lieben-Preis 1913
- k. M. (1921), w. M. (1932) der ÖsterrAkademie der Wissenschaften
Schriften
A. Wunderer gem. mit- Grundlagen der Instrumentenkunde für Musikanten und Dilettanten 1950
Literatur
- ÖBL 6 (1975)
- K. Przibram in Almanach der ÖAW 1950
- W. Reiter in Die wissenschaftliche Welt von gestern 2004
Autor
- Stefan Schmidl
Letzte inhaltliche Änderung
21.2.2006Empfohlene Zitierweise
Stefan Schmidl, Art. „Meyer, Stefan“ (21.2.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0010b217 (abgerufen am )
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