Schüler von Andreas Aperger in Augsburg/D, übernahm 1655 durch Heirat von dessen Witwe den Betrieb von C. Katzenberger in Salzburg, erhielt 1668 von Erzb. Max Gandolf ein Privileg als Hof- und academischer Buchdrucker sowie für die erste Salzburger Zeitung, auch beim Neubau seiner Werkstatt nach einem Felssturz 1669 war der Erzb. behilflich; 1696 wurde M. geadelt. 1678 riefen ihn die krainischen Landstände nach Laibach, wo er eine Druckerei einrichtete, die bis 1730 in der Familie blieb. Die „M.sche Druckerei“ in Salzburg ging nach seinem Tod an den Sohn Johann Josef (1688–1724) über, von dessen Tochter Anna Viktoria, verh. Konhauser v. Sternenfeld (1712–88), musste sie 1773 an die Waisenhausverwaltung abgegeben werden.
Werke
über 200 typographisch gut ausgestattete Drucke, darunter zahlreiche nach-tridentinische Choral- und Messbücher sowie einzelne musikalische Werke von H. I. F. Biber, A. C. Clamer, A. Hofer u. Ge. Muffat.
Literatur
- H. Glaser in Mitt. d. Ges. f. Sbg. Lk. 98 (1958)
- MGÖ 1 (1995)
- NGroveD 16 (2001)
- Sterbebuch der Dompfarre Salzburg 1671–1714, pag. 558
Abbildungen
Autor
- Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Mayr (Mayer, von Mayregg), Johann Baptist“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00021e1c (abgerufen am )
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