1836 in Klagenfurt zum Priester geweiht, ab 1837 in der Kanzlei des Fürstbischofs, später in der Seelsorge in Kärnten tätig. 1848 setzte er sich im Zuge der Revolution für ein vereinigtes Slowenien und eine einheitliche slawische (illyrische) Schriftsprache ein. Nach seiner Versetzung war M. 1851–70 Pfarrer in Göriach/K, 1871–83 krankheitshalber am Kreuzberg bei Klagenfurt. Später lebte er in Prag. M. ist als Sammler von Texten slowenischer Volkslieder und als Herausgeber eines Kirchengesangbuchs bedeutsam.
Werke
Slovnica za Slovence [Grammatik für Slowenen] 1850; Volkssagen und Volkslieder der Kärntner Slowenen in H. Hermann (Hg.), Hb. der Gesch. des Herzogthumes Kärnten 1 (1860); Hg.: Zs. Slavjan [Der Slawe] 1873–75; Pesmarica cerkvena [Kirchengesangbuch] 1846, 21852.
Literatur
- ÖBL 6 (1975)
- Wurzbach 18 (1868)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Majar (Majer), Matija (Matthäus) (Pseud. Ziljski)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d85a (abgerufen am )
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