Louis, Rudolf

* 30.1.1870 Schwetzingen/D, † 15.11.1914 München/D

Musiktheoretiker und -schriftsteller

Studierte Philosophie an den Univ.en Genf/CH und Wien (Dr. phil. 1893), Dirigieren bei F. Mottl und Komposition in Genf bei seinem Vetter Friedrich Klose. 1895–97 war er Theaterkapellmeister in Landshut/D und Lübeck/D. Seit 1897 wirkte er als Musikschriftsteller und einflussreicher Konzertkritiker in München. L. setzte sich v. a. für die Werke von F. Liszt und A. Bruckner ein; durch seine negative Einschätzung der Werke G. Mahlers als „jüdische Musik“ förderte er die musikästhetischen Anschauungen des Antisemitismus. Seine gemeinsam mit L. Thuille verfasste Harmonielehre war ein vielbenutztes Lehrbuch.

Werke

symphonische Dichtung Proteus [nach Friedrich Hebbel] 1903.

Schriften

Literatur

  • NGroveD 15 (2001)
  • MGG 8 (1960)
  • Österr. Musiker im Exil 1990
  • Riemann 1961
  • BrucknerH 1996
  • F-A 1936
  • MGÖ 3 (1995)

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Louis, Rudolf“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d80d (abgerufen am )

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