Loubé (eig. Holoubek), Karl (Charles)

* 13.1. [Riemann 7.] 1907 Mährisch-Kromau bei Brünn/Mähren (Moravský Krumlov/CZ), † 12.12.1983 Klosterneuburg/NÖ

Komponist und Kapellmeister

Der Sohn eines Organisten und MSch.inhabers besuchte zunächst das Konservatorium in Brünn (Klavier, Orgel sowie Komposition bei L. Janáček), danach in Wien die MAkad. (Klavier bei E. v. Sauer), wo er nebenbei als Pianist, Komponist und Arrangeur in Nachtlokalen tätig war. Kapellmeister am Wiener Stadttheater und am Bürgertheater, nach 1947 Direktor des Wiener Stadttheaters. 1949 formierte L. aus 42 Musikern das Rot-Weiß-Rote Tanzorchester. 1951–55 Dirigent des Großen Tanz- und Unterhaltungsorchesters des Senders Rot-Weiß-Rot (Rot-Weiß-Rot-Tanzorchester), für das er auch als Arrangeur arbeitete, sowie Leiter der U-Musikabteilung des Senders. Nach dessen Einstellung arbeitete er v. a. in Deutschland, mit seinem Orchester K. L. fungierte er bereits ab 1951 als Begleiter bei Schallplattenaufnahmen der Austrophon u. a. von P. Alexander, E. Künneke und L. Negra.

Ehrungen

  • Prof.-Titel

Werke

Operetten (Das Fräulein mit dem Koffer 1941, Brasilianischer Kaffee 1942, Drei blaue Augen 1942, Ohne Geld wär’ ich reich 1948); Filmmusik (Königswalzer, Rauschgift, Holiday am Wörther See, Kein Mann zum Heiraten, Der Pfarrer mit der Jazztrompete); Fernsehmusik (Wenn der Vater mit dem Sohne; Hallo, Hotel Sacher – Portier); Schlager (Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän, Lernen S’ bissel Wienerisch, Wenn der Mensch in Stimmung ist); Wienerlieder (I marschier mit mein Duli-Dulliöh, I kann mei Schlüsselloch net finden, Als der Herrgott im Himmel die Geigen erdacht).

Literatur

Autorin

  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Art. „Loubé (eig. Holoubek), Karl (Charles)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d80b (abgerufen am )

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