L.s Biographie ist auch aufgrund der verschiedenen Namensschreibweisen nicht eindeutig zu klären. Vermutlich lebte er ab 1555 in den Niederlanden (nach Eitner vielleicht ein dort lebender Belgier) und war (wenn Jhan de Loys) schließlich von 1558 bis zu seinem Tod Sänger in der Hofkapelle Ferdinands I. Vier seiner Motetten finden sich auch noch in einer 1568 Maximilian II. gewidmeten Ausgabe. Seine meist 5-stimmigen Kompositionen vertreten überwiegend die Tradition der Schule der Niederländer, zeigen Ähnlichkeiten u. a. mit J. Gallus, O. di Lasso, J. Vaet. – Ein Johann Luis (Huys), † 7.3.1567 Wien, war seit 1559 Kapellsänger (Bass) bei Ferdinand I. bzw. Maximilian II. und wurde 1565 zusätzlich Burgpfarrer. – Es könnte sich auch um mehrere Meister ähnlichen Namens handeln (Kirsch). – L. wird manchmal mit dem älteren Loyset (Louys) Piéton verwechselt.
Werke
Motetten und Psalmen 1552–56; spätere Ausgaben 1556–64.
Literatur
- NGroveD 15 (2001)
- EitnerQ 6 (1902)
- F.-J. Fétis, Biographie universelle des musiciens 6 (1840), 5 (2 1867) u. Suppl. 2 (1881)
- W. Kirsch in W. Stauder et al. (Hg.), [Fs.] Helmuth Osthoff 1969
- Köchel 1869 [Luis]
- MGG 10 (1962) [Piéton]
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Louys (Louuys, Louwys, Louvys, Lovis, Loys), Jean“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00021e06 (abgerufen am )
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