Leibenfrost (verh. Schneiderhan; L.-Schneiderhan), Marianne

* 10.4.1912 Wien, † 5.4.2003 Vöcklabruck/OÖ

Tänzerin

Entstammt einer alten Wiener Patrizier-Familie. Ab 1919 Ausbildung in der Schule des Wiener Opernballetts; bereits mit sieben Jahren nahm sie an einer Tournee in die Schweiz teil. Unter Ballettmeister H. Kröller wurde sie 1929 als Elevin an der Wiener Staatsoper engagiert. Gastspiele führten sie u. a. zu den Salzburger Festspielen und 1930 unter Ballettmeister Sascha Leontjew zum Narzissenfest nach Montreux/CH. Ab 1936 Mitglied im Corps, 1937 unter Ballettmeisterin M. Wallmann Ernennung zur Koryphäe. Heiratete am 30.1.1940 Wolfg. Schneiderhan (s. Abb.), mit dem sie die Tochter Helga (* 27.7.1940 [Ort?]) bekam; Scheidung vor 1948. 1942 galt L. zu Beginn des Wirkens von Ballettmeisterin E. Hanka nach wie vor als Stütze des Corps de Ballet. Zudem tanzte sie im Laufe ihrer Karriere wiederholt in Solorollen; 1943 tanzte sie ihre letzte Rolle an der Staatsoper, 1944 pensioniert. Zeitgenossinnen und Zeitgenossen würdigten L.s tänzerisches Können sowie ihren persönlichen Charme. Über ihr späteres Leben liegen bislang keine Nachrichten vor, ca. 1975 lebte sie bereits in Vöcklabruck.

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Bettina Graf

Letzte inhaltliche Änderung

27.9.2023

Empfohlene Zitierweise

Bettina Graf, Art. „Leibenfrost (verh. Schneiderhan; L.-Schneiderhan), Marianne“ (27.9.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003e620d (abgerufen am )

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