Vielseitig geschult bei Eugenia Eduardowa (Berlin), H. Kröller (München/D) und Mary Wigman (Dresden/D), propagierte W. zunächst ab 1927 als Leiterin einer Wigman-Schule in Berlin die Ästhetik von M. Wigman. Nachdem sie als Lehrerin in den USA tätig gewesen war, war sie nach den Erfolgen von Orpheus Dionysos (München 1930), besonders aber von Das Jüngste Gericht (Salzburg 1931), die sie für eine eigene Kompanie kreiert hatte, bis 1937 Choreographin der Salzburger Festspiele und 1933–38 Ballettmeisterin der Wiener Staatsoper (Wiener Staatsopernballett). Hier entstand mit Fanny Elßler (1934) oder Der liebe Augustin (1936) ein neuer Gattungstyp des „Theatertanzes“, der sich in den 1930er Jahren als Synthese zwischen dem in der Oper tradierten Ballett und dem Ausdruckstanz gebildet hatte. Während des Krieges als Ballettdirektorin des Teatro Colón, Buenos Aires, tätig (Exil), verlagerte sie ihre Tätigkeit nach 1945 mit der Scala in Mailand und der Wiener Staatsoper als Mittelpunkt mehr und mehr auf Opernregie.
Schriften
- Les Balcons du ciel 1976
Literatur
- A. Amort, Die Gesch. des Balletts der Wr. Staatsoper 1918–1942 , Diss. Wien 1981
- Raab 1994
- Schneider 1985
- Riemann 1975
- [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 180f
- W. Sinkovicz in Die Presse 4.5.1992
Abbildungen
Autorin
- Gunhild Oberzaucher-Schüller
Letzte inhaltliche Änderung
5.4.2023Empfohlene Zitierweise
Gunhild Oberzaucher-Schüller, Art. „Wallmann, Margarethe (Margarita)“ (5.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e61c (abgerufen am )
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